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  • Offener Brief an den SPD-Parteivorstand

    Liebe Bärbel, lieber Lars,

    liebe Genoss:innen im Parteivorstand,

    “Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität”

    Die Grundprinzipien der Sozialdemokratie, die uns alle dazu bewegt haben, in unsere großartige Partei einzutreten.

    Die derzeitige Politik auf Bundesebene macht uns große Sorge, weil sich viele dieser Werte in den Entscheidungen und Kompromissen nicht mehr wiederfinden. Das spüren wir im Gespräch mit Parteimitgliedern, im Freund:innen- und Bekanntenkreis sowie mit den Menschen auf der Straße.

    Das ist keine anekdotische Evidenz, sondern zeigt sich doch auch gerade in den Umfragen: Wir haben die geringsten Zustimmungswerte aller im Bundestag vertretenen Parteien.

    Es entsteht auch bei uns Vorstandsmitgliedern eine wachsende Distanz zur eigenen Partei. Und die Frage, wofür die SPD in der Regierung noch steht. Wir können und wollen es nicht mehr erklären.

    Das darf nicht sein!

    Viele Errungenschaften der Sozialdemokratie, die wir in über 160 Jahren hart erkämpfen mussten, werden ohne Not zur Kompromissfindung mit einem Kanzler, der es nicht kann, aufgegeben. Wirkliche Reformen, die eine längst überfällige Systemveränderung darstellen und starke Schultern mehr belasten, sehen wir nicht. 

    Das betrifft:

    Sachgrundlose Befristung und Aufweichen des Acht-Stunden-Tages

    Wir führen junge Menschen, die uns sowieso schon nicht wohlgesinnt sind, gerade kollektiv vor. Statt dass wir uns für ihre Interessen einsetzen, machen wir ihnen das Leben schwer, indem wir die sachgrundlose Befristung ausweiten und am Acht-Stunden-Tag herumwerkeln. Wie wollen wir Menschen dazu bringen, Familien zu gründen, wenn die Rahmenbedingungen keine Planbarkeit und eine gewisse Sicherheit bieten? Wie soll Zeit für Familie und Erholung bleiben?

    Kürzung des Unterhaltsvorschusses

    Das trifft überwiegend allein erziehende Mütter, die schon oft am Rande der Belastbarkeit sind und darüber hinaus versuchen, ihre Kinder gut großzuziehen. In diesem reichen Land ist die Kinder- und Jugendarmut doch sowieso schon viel zu hoch und anstatt dies zu bekämpfen, verschlimmern wir es nur noch. 

    Ausstehende BaföG-Reform

    Wir haben versprochen, dass wir das BaföG reformieren und an das gesetzlich einem Menschen zustehende Minimum anpassen in einer Zeit, in der Studierende unter den Lebenshaltungskosten- und Wohnkostensteigerungen besonders leiden. Beide Beispiele machen deutlich, wie gerade junge Menschen bei vielen Entscheidungen vergessen werden. Wollen wir von ihnen nicht mehr gewählt werden?

    Aufstieg durch Bildung versprechen wir nicht mehr.

    Rente mit 63

    Es verwundert uns doch sehr, dass selbst CDU-Ministerpräsidenten hier aktiver zu sein scheinen als wir. Es muss klar sein, dass alle, die 45 Jahre lang ihren Beitrag für die Gesellschaft geleistet haben, auch ihren wohlverdienten Ruhestand genießen können.

    Gesundheitsreform

    Wir fördern eine Verschiebung zulasten von Kranken durch höhere Zuzahlungen. Ebenso unverständlich ist, dass eine AU ab dem ersten Tag notwendig sein soll – wieso stellen wir Arbeitnehmer:innen, die, für die wir Politik machen und uns im Wahlkampf auf die Straße stellen, unter einen Generalverdacht, während wir gleichzeitig Berichtspflichten für das Großkapital abschaffen?

    Einschränkung des Informationsfreiheitsgesetz

    Wir lehnen es ab, dass die Bürger:innenrechte durch die Änderung des Informationsfreiheitsgesetzes eingeschränkt werden sollen. 

    Wohnraum als Spekulationsobjekt

    Warum erfüllen wir Friedrich Merz’ kühnsten Träume, indem wir Vergesellschaftungen auf Landesebene verbieten wollen? Wohnraum darf kein Spekulationsobjekt sein!

    Klima & Energiewende

    Wir durchleben gerade einen heißen Sommer und gleichzeitig bauen wir reihenweise Klimaschutzvorschriften ab und tragen die Gaslobbypolitik von Reiche mit. Wie kann das sein? Wo bleibt unsere Verantwortung für die künftigen Generationen?

    Die Energiewende ist zentral, um uns schnellstmöglich unabhängig von fossilen Energieimporten zu machen. Zeitgleich verschlechtert die Bundesregierung die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durch EEG-Novelle und Netzpaket massiv und Netzbetreiber tragen nicht ausreichend zur Transformation bei.

    Migration

    Solidarität endet nicht an der Staatsgrenze. Der Druck von Rechts darf unser Menschenbild nicht beeinflussen. Gerade jetzt müssen wir auch an die denken, die insbesondere von Krieg, Verfolgung und Klimawandel noch stärker betroffen sind als wir. Einwanderung ist ein Gewinn für unser Land. 

    Minderheitenschutz

    Auch innerhalb Deutschlands dürfen gesellschaftliche Minderheiten nicht den Schutz der mächtigeren Mehrheit verlieren. Der Freiheitsbegriff wird entleert, wenn er nicht gelebt werden kann. Menschenrechte gelten für alle Menschen. 

    Es ist eine Frage der Glaubwürdigkeit, das Handeln an unseren Grundwerten zu orientieren. Das muss auch in notwendigen Kompromissen in einer Koalition sichtbar sein. 

    Wir sind die Lobbyist:innen für die Menschen in der Gesellschaft, die Solidarität der anderen brauchen und nicht das Geld für sich arbeiten lassen können. Wir sind an der Seite von Kindern, Alleinerziehenden, Kranken, Alten, Arbeitnehmer:innen, Auszubildenden, Studierenden,….

    Lasst uns das bitte wieder werden. Denn wie Kevin Kühnert 2018 schon so schön sagte: “Wir haben ein Interesse daran, dass noch was übrig bleibt von diesem Laden – verdammt nochmal!”

    Solidarische Grüße

    SPD-Ortsverein Bonn-Poppelsdorf/Südstadt

    SPD-Ortsverein Bonn-West

    SPD-Ortsverein Bonn-Kottenforst

  • SPD Poppelsdorf/Südstadt zur Zukunft des Melbbads: Das Melbbad bleibt!

    Mit großer Besorgnis haben wir vom Plan der Stadtverwaltung erfahren, das Melbbad zu schließen. Da das Melbbad ein wichtiger Treffpunkt des Veedels ist, lehnen wir als SPD Bonn-Poppelsdorf/Südstadt die (alternativlose) Schließung ab und setzen uns für eine Wiederbelebung des Melbbades ein.

    Uns ist zugleich auch bewusst, dass die Haushaltslage der Stadt Bonn schwierig ist. Um diese Konfliktlage aufzulösen, schlagen wir daher vor, alle Möglichkeiten zu prüfen, um auch Dritte – ggf. im Sinne einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft oder ähnlichem – in den Betrieb des Bades einzubinden. Somit kann der öffentliche Haushalt entlastet und das Melbbad wieder für alle geöffnet werden.

    Die Möglichkeit einer Partnerschaft aus Randbebauung und Schwimmbad wurde 2020 unter anderen Ausgangsbedingungen verworfen. Heute können wir sagen, es muss etwas in Bewegung kommen, damit es vorangeht. Darum setzen wir uns auch dafür ein, dass eine verträgliche Randbebauung erneut geprüft wird. Hier fordern wir die verantwortlichen Stellen dazu auf, ins Gespräch mit relevanten Akteur:innen des geförderten (sozialen) Wohnungsbaus zu kommen. So kann neben der Wiederherstellung des Melbbades der soziale Frieden in der Stadt noch mehr gefördert werden, indem sich der Wohnungsmarkt entspannen kann.

    Mit diesem Lösungsansatz können wir die verschiedenen, hier aufeinander treffenden Konfliktlagen rund um das Melbbad lösen und sicher einen tragfähigen Kompromiss finden. Wir sind überzeugt, dass es im Interesse aller Beteiligter ist, das Melbbad wieder als Bad für alle herzurichten und sind offen mit allen Beteiligten (konstruktive) Gespräche zu führen.

  • Diskussion über ein sozialeres Bonn mit Dezernentin Azra Zürn
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    Am Mittwoch, den 17. Juni, um 19:00 Uhr treffen wir uns mit dem SPD-Ortsverein Bonn-West im Haus der Evangelischen Studierendengemeinschaft (Königstraße 88), um uns mit der der Sozialdezernentin der Stadt Bonn, Azra Zürn (SPD), auszutauschen. Wir möchten uns dabei mit ihr über ihre Arbeit und politischen Schwerpunkte unterhalten und erfahren, wie soziale Politik hier in Bonn vor Ort aussieht. Auch wollen wir über die Rolle der SPD in Bonn als die soziale Kraft diskutieren.

  • Jahreshauptversammlung: Diskussion mit den Bewerber:innen für die Landtagskandidaturen und Vorstandswahlen
    Der neu gewählte Ortsvereinsvorstand (Nicht auf dem Foto: Lana Damn, Lilja Schall und Octavius Meusel)

    Unser neu gewählter Vorstand: Dörthe Ewald und Philipp Ludewig wurden im Amt als Vorsitzende bestätigt. Stellvertretende Vorsitzende sind Lilja Schall und Lotte Ewald. Kassierer bleibt Boris Hiltawski, während Niklas Hausemann die Schriftführung übernimmt. Als Beisitzer:innen sind Lana Damm, Julia Deike, Simon Göpffarth, Octavius Meusel, Hildegard Pfafferott, Isabelle Remmel, Sebastian Scharte und Tobias Weiß. 🌹

    Wie bringen wir Bonn und NRW weiter voran in Fragen wie Bildung, Wohnen oder Verkehr? Darum und vieles mehr ging es heute in der Diskussion mit den Bewerber:innen um die Landtagskandidaturen. Herzlichen Dank für den Besuch in unserem Ortsverein!

  • Wir trauern mit dem VfG

    Wir trauern mit dem Verein für Gefährdetenhilfe um einen Bewohner ihrer Unterkunft in Poppelsdorf/Endenich nach dem Brand in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch. Den Verletzten wünschen wir schnelle und vollständige Genesung. Der VfG leistet enorm wichtige Arbeit für wohnungs- und obdachlose Menschen in Bonn. Wir sagen unsere Unterstützung zu.

    Wer den VfG mit einer Spende unterstützen möchte, kann dies hier tun:
    IBAN: DE31 3705 0198 1937 0042 06 oder Paypal an spende@vfg-bonn.de

Weitere Neuigkeiten

Weitere Informationen zur Arbeit der SPD-Fraktion im Bonner Stadtrat gibt es hier: