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Bonner SPD für sozialverträgliche Energiewende

Mit großer Mehrheit hat sich der Parteitag der Bonner SPD für eine sozialverträgliche Ausgestaltung der Energiewende ausgesprochen. Die diesem Beschluss zugrundeliegende Initiative der Genossinnen und Genossen aus dem Bonner Arbeitskreis Umwelt & Mobilität verfolgt dabei als Hauptziele, die deutsche Energieproduktion bis zum Jahr 2035 vollständig CO2-neutral zu bewältigen und die Erderwärmung nachhaltig auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen.

„Diese Ziele wollen wir erreichen, indem wir die bisherigen Subventionen für die fossilen Energieträger Kohle, Gas und Öl sobald wie möglich abbauen und den CO2-Ausstoß besteuern“, erläutert der Vorsitzende der Bonner SPD Gabriel Kunze, „Für uns Bonner Sozialdemokraten ist dabei jedoch auch klar, dass der Klimaschutz eine soziale Frage ist. Deshalb wollen wir die CO2-Steuer so ausgestalten, dass sie geringe und mittlere Einkommen deutlich weniger belastet als Spitzenverdiener. Genauso ist uns bei unserer Forderung nach einem Kohleausstieg bis 2030 wichtig, anstelle der großen Energiekonzerne die Beschäftigten für den Wegfall ihrer Arbeitsplätze direkt zu entschädigen und die betroffenen Regionen durch strukturelle Investitionen zu stärken.“

„Mit der Einführung einer Kerosinsteuer wollen wir zudem endlich den klimapolitisch völlig untragbaren Wettbewerbsvorteil des Luftverkehrs gegenüber der Bahn konsequent beenden“, ergänzt Niklas Hausemann, Sprecher des AK Umwelt & Mobilität der Bonner SPD, „Außerdem stellen wir uns ganz klar gegen eine Verlängerung der Stromgewinnung durch Atomenergie und fordern stattdessen einen schnelleren Ausbau der Nord-Süd-Stromtrasse zur Realisierung der Energiewende hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung in Deutschland.“